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Bossa Nova Legends

vom 02. Februar 2004


Monatsprogramm

vom März 2004

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Hörbuchabende im SPIZZ

Bericht Wochenkurier Leipzig vom 10. März 2004

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Hörbuchabende im SPIZZ

Innenstadt hört zu: Viel los bei der Buchmesse

 

Leseratte trifft Hörmaus: Die Leipziger Buchmesse (25. bis 28. März) verbindet die größte Bücherschau des Frühjahrs mit dem Branchentreff des deutschsprachigen Hörbuchmarktes. Auch in der Innenstadt gibt es einige Veranstaltungen.

 

LEIPZIG. Beispielsweise in der Alten Nikolaischule, Nikolaikirchhof 2: Schauspielerin Susanne Opitz liest dort am Donnerstag, 25. März, 15 Uhr aus historischen und aktuellen Texten. Thema: „So einfach war das. Deutsche Geschichte und jüdische Kultur“. Am Freitag, 26. März liest um 20 Uhr Christa Wolf aus ihren Werken „Ein Tag im Jahr“ und „Ja‚ unsere Kreise berühren sich“ im Gewandhaus‚ Augustusplatz.

„Das Abenteuer des Denkens - Roman über Albert Einstein“ ist der Titel einer Lesung am Samstag, 27. März, 19.30 Uhr in der Moritzbastei. Um Frauen gehts am Sonntag, 28. März, 11 Uhr im Kabarett Leipziger Pfeffermühle, Thomaskirchhof 16 in der Lesung „Klar bin ich eine Ost-Frau“. 15 Frauen erzählen aus ihrem Leben.

Erstmalig bereichert eine eigene Hörbuch-Abendreihe das Lesefest. So geben Prominente an allen vier Messeabenden bei den „Hörnächten im Spizz“ Kostproben ihres Mitwirkens an den anspruchsvollen und unterhaltsamen Produktionen. So wird etwa Ulrich Pleitgen am Donnerstag, 25. März, 21.30 Uhr im Spizz, Markt 9 zu Gast sein und das Hörbuch „Edgar Allan Poe: Die schwarze Katze“ vorstellen. Jan Josef Liefers ist am Freitag, 26. März, 21 Uhr im Spizz und gibt Zuhörer eine Kostprobe aus „Nacht des Orakels“ - ein Hörbuch von Paul Auster.

„Aprikose, Banane, Erdbeer. Kommissar Schneider und die Satanskralle von Singapur“ ist der Titel einer Veranstaltung am Sonntag, 28. März, 21 Uhr im Spizz. Helge Schneider wird sein Hörbuch persönlich vorstellen.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Weitere Infos stehen im Internet unter der Web-Adresse: www.mdr.de/leipzig-liest.


8 Jahre SPIZZ - Geburtstagsfeier

vom 18. März 2004

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Hörbuchnächte im Szenecafé SPIZZ

Bericht Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung Nr. 2004/12 vom 20. März 2004


LEIPZIG (jg). Mit über 1200 Lesungen und Diskussionsrunden sowie mehr als 1000 Mitstreitern ist „Leipzig liest“ zur Buchmesse vor und am letzten Märzwochenende wieder einmal auf Rekordkurs. Im Dutzend Café, Restaurants und Szenekneipen, die traditionell zu den Schauplätzen gehören, werden sich Stammgäste und Leseratten vier Abende lang zunächst um die Plätze streiten. So bald es jedoch literarisch wird, ist rasch aller Zwist vergessen.

Besonderen Andrangs wird sich das Szenecafé Spizz am Markt erfreuen. Denn an allen vier Messeabenden laden anspruchsvolle und unterhaltsame Lesungen ein. Der MDR Figaro präsentiert seine neue Reihe „Focus Hörbuchnächte im Spizz“: Donnerstag liest Schauspieler Ulrich Pleitgen aus Edgar Allan Poes Gruselroman „Die schwarze Katze“ und Freitag sorgt TV-Star Jan Josef Liefers für Nervenkitzel mit Paul Austers Roman „Nacht des Orakels“.

Quelle: http://www.ahgz.de/

Bill Haley's Original Comets

vom 24. März 2004

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Buchmesse: Lesung von Jan Josef Liefers

vom 26. März 2004

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Buchmesse: Lesung von Helge Schneider

vom 28. März 2004

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Ulknudel Helge Schneider wird die Messerstadt beehren

 

„Aprikose, Banane, Erdbeere. Kommissar Schneider und die Satanskralle von Singapur“ heißt sein Hörbuch, das Helge Schneider, 49, den Leipzigern am Sonntag, 28. März ab 21 Uhr im SPIZZ, Markt 9 persönlich vorstellen wird. Der gebürtige Mühlheimer Helge Schneider meinte übrigens bei einem Besuch in der Moritzbastei: „Die Festung und das Gewölbe gefallen mir außerordentlich. Das erinnert mich an zu Hause, weil ich ja auch in einer Kellerwohnung lebe.“ Ja wenn das so ist, dann wird Neu-Hörbuchautor Schneider sich im SPIZZ-Keller richtig wie zu Hause fühlen.

 

(Quelle: Wochenkurier Leipzig vom 10.03.2004)


East Blues Experience

vom 15. April 2004


Manfred Mauernbrecher

vom 22. April 2004


Yarta

vom 27. April 2004


Maria Joao

vom 11. Mai 2004

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Die portugiesische Sängerin Maria Joao gehört zu den beeindruckendsten Persönlichkeiten auf unseren Konzertbühnen. Mit ihrer Stimmakrobatik und ihrem südländischen Temperament präsentiert diese schöne und leidenschaftliche Frau Emotionen pur. Trennungsschmerz, Liebeskummer, Eifersucht, Sehnsüchte wechseln sich in ihren Liedern ab mit der Ironie des Jazz.
Mit größter Anmut und explosiver Emotionalität setzt sie ihre Songs theatralisch um, sie untermalt das Geschehen mit dramatischer Körpersprache, Gesten und Tanzschritten. Ihre Stimme der unbegrenzten Möglichkeiten wechselt ansatzlos Farbe und Attacke, juchzt, haucht und flüstert mit faszinierender Eindringlichkeit. Nach den Worten kommt Joaos ausgefeilte Imitationskunst zum Zug. Sie schnattert wie ein junges Mädchen oder wie ein ganzer afrikanischer Marktplatz, stürzt aus heller, naiver Aufregung direkt in die Tiefen männlicher „Anmache“. Im Spannungsfeld zwischen Witz und Konzentration entsteht pure Energie, beschwingt vom verschmitzten Charme der Sängerin. Sie kann sich herrlich infantil und unschuldig geben, und im nächsten Moment strahlt sie alle Erfahrungen einer erwachsenen Frau aus. Werben, wispern, weinen, wütend sein, ausbrechen in überbordende Lebenslust, diese Lebendigkeit der Präsentation, diese wunderbare positive Ausstrahlung, diese ungehemmte Kreativität machen Maria Joao so einzigartig. Es ist eine Lust Ihr zuzuhören und zuzuschauen.
Maria Joaos langjähriger musikalischer Partner ist Mario Laginha, der für alle Kompositionen und Arrangements verantwortlich zeichnet. Er zitiert in hypnotischen Akkordfolgen und Motivabwandlungen klassischen Minimalismus, schwelgt in romantischen Kaskaden und folgt in extrovertierten Soli seinem Jazzgefühl. Am originell andersartigen Schlagzeug arbeitet der Norweger Helge A. Norbakken, der viele Jahre lang bei Marie Boine für den tranceartigen Groove sorgte. Der brasilianische Akkordeonist Toninho Ferragutti, der die Gruppe komplettiert, ist in seiner Heimat ein viel gefragter Instrumentalist und arbeitete etwa mit Gilberto Gil, Marisa Monte sowie Chico Cesar.
Alle vier Virtuosen auf der Bühne sind Klangmaler auf der großen Palette von impressionistischen Pastelltönen bis zu expressiven Pinselstrichen. Es entstehen Lautmalereien mit und ohne Text, vielschichtige Klangbilder. Die Sängerin und ihre Mitspieler fühlen sich sichtlich wohl in ihrer selbstgeschaffenen Welt aus „E-Musik“-Zitaten, Ethnospielereien und Jazzphantasien. Und wenn die letzte Zugabe des Konzertes verklungen ist, sind sich alle einig: So sinnlich wie Maria Joao ist keine andere Sängerin, ein Aphrodisiakum, das die Lust an der Lebendigkeit erweckt.
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Acht Jahre nach der Eröffnung: Maria Joao kehrt ins Spizz zurück

Im Reich der Klangzauberin

Acht Jahre ist das nun schon her: 1996 feierte das Spizz seine Eröffnung mit einem Weltstar des Jazz. Maria Joao zelebrierte ihre Fähigkeit, Stimme als Mittel für Jonglage zu nutzen. Ein gesungenes Gefühlsspektrum flog durch die Luft, Leidenschaft, Zorn, Eifersucht, Sehnsucht. Ein fantastischer Start für den Jazzkeller, in dem immer wieder die Großen des Genres gastierten. Heute kommt sie wieder: Maria Joao präsentiert mit ihrer Band ihr jüngstes Projekt „Undercovers", für dessen Kompositionen und Arrangements wiederum ihr Partner Mario Laginha verantwortlich zeichnet.

Alle vier Musiker sind Klangmaler auf der großen Palette von impressionistischen Pastelltönen bis zu expressiven Pinselstrichen. Die Sängerin und ihre Mitspieler präsentieren eine selbstgeschaffene Welt aus E-Musik-Zitaten, Ethno-Spielereien und Jazzphantasien.

Die Portugiesin, die zu den beein-druckendsten Persönlichkeiten des Geschäfts zählt, wird wieder mit Anmut und explosiver Emotionalität ihre Stücke auf die Bühne bringen. Sie untermalt das Geschehen mit dramatischer Körpersprache, Gesten und Tanzschritten. Sie kann sich herrlich infantil und unschuldig geben, und im nächsten Moment strahlt sie alle Erfahrungen einer erwachsenen Frau aus. Wer nicht hingeht, darf sich ärgern.

Beginn 20 Uhr, Karten Abendkasse.
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Vor Lebenslust nicht zu bremsen

Brilliante Jazz-Sängerin Maria Joao bringt ein Programm voller Emotionen in den Spizz-Keller

Sie durchlebt die Stimmungen, von denen sie singt, und sie weiß sie darzustellen: tänzerisch, mimisch, gestisch. Maria Joao präsentierte im Spizz ein neues Programm, prall gefüllt mit Emotionen. Im Wechsel von überschäumendem Temperament und sentimentaler Nachdenklichkeit siegte unzweifelhaft ihr Talent, sich selbst und ihr Publikum zu begeistern. Die Portugiesin schlüpft in die Rollen der Gestalten ihrer Lieder, ist mal Primadonna, mal Marktfrau, mal junges Mädchen, mal keifendes Weib. Ohne Jazz wäre diese Musik nicht denkbar, und Mario Laginha, der „musikalische Direktor" des Unternehmens, erweist sich wie der Bassist und der Schlagzeuger der portugiesisch-brasilianischen Band als ein glänzender Improvisator.

Aber so, wie Cassandra Wilson mit ihren Südstaaten-Gesängen Unterschiedlichstes assimiliert, hat auch Maria Joao eine Art des Ausdrucks entwickelt, die die herkömmlichen Vorstellungen von Jazz hinter sich lässt. Im Unterschied zu Cassandras dunkler Melancholie kann sich Maria Joao vor wilder Lebenslust gar nicht bremsen. Ihr Scat-Gesang erinnert weniger an die Vokalisen einer Ella Fitzgerald, lässt eher an eine lautmalerische Vorstellung bunten Treibens in Mozambique oder an eine Commedia dell'Arte für eine Sängerin denken.

Sie spielt ganz allein Szenen mit ver-teilten Rollen, bezieht sich nicht ohne erotische Untertöne auf ihren Partner am Klavier und kokettiert auch ein wenig mit ihrer Ausstrahlung. Angekündigt als Tour zum aktuellen Album „Undercovers", hielt sich Mario Joao eher zurück, was die Cover-Versionen anbelangt. Und wenn sie „Black Bird" von John Lennon und Paul McCartney singt, klingt auch das irgendwie lateinisch eingefärbt. Brasilianisches liegt ihr nun einmal näher als etwa der bittere Ton eines Tom Waits, und dort, wo sie Energien aus portugiesischen und afrikanischen Roots ziehen kann, ist sie ganz in ihrem Element. In ihren Anfangsjahren, erzählte sie, sei sie oft mit ihren Freunden abends an den Strand gefahren, um ungestört und völlig frei die ganze Nacht durch tanzen und singen zu können. Etwas von diesem Gefühl hat sie ihn ihrer Musik bewahrt und mit nach Leipzig gebracht (Bericht: Bert Noglik)

East Blues Experience

vom 15. Mai 2004


Boogie Brothers

vom 26. Mai 2004

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Boogie Brothers - die kleinste Big Band der Welt
(Boogie Woogie, Rock'n'Roll, Doowop)

- Michael „Massa“ Großwig (sax & clarinet)
- Alexander Teich (piano)
- Guido Gentzel (drums & vocals)
- Stefan Klöbzig (guitar & vocals)

Im Alter von 8 Jahren gründeten Alexander Teich und Guido Gentzel die Band zunächst als Duo. 15 Jahre später, im Herbst 2000, stieg der bekannte Leipziger Saxophonist Massa Großwig und der Gitarrist mit der „tollen Tolle“ Stefan Klöbzig in die Band mit ein.
Seitdem lassen die Jungs ihrer unbändigen Spielfreude freien Lauf und interpretieren dabei mit unverwechselbarem, prägnantem Sound ihre musikalischen Vorlieben, wie z.B.
          Satchmo's "What A Wonderful World",
          Bill Haley's "Rock Around The Clock",
          Ray Charles' "Hit The Road Jack"
und viele andere Klassiker aus den 50-er Jahren von Fats Domino bis Elvis. Ihre Liebe gilt allerdings vorrangig dem Boogie Woogie und Swing, den sie sowohl in klassischem Stil als auch in ihrer eigenen Bearbeitung zum Besten geben. Neben vielen musikalischen Höhepunkten besticht das Programm der Boogie Brothers durch unnachahmliche Stimmenimitation und kabarettistische Moderation. Immer wieder beliebte Highlights sind ein sechshändiger Boogie Woogie sowie das Musizieren in akrobatisch verdrehter Körperhaltung. Eine Mischung aus exzellenter Musikalität und publikumsnaher Bühnenshow verleiht dem Programm höchsten Unterhaltungswert und macht die Boogie Brothers zum Erlebnis für die ganze Familie.

Let The Good Times Roll !!!

Don Ross

vom 03. Juni 2004

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NOBODY DOES WHAT DON ROSS DOES WITH AN ACOUSTIC GUITAR. HE FAKES THE CORNERS SO FAST YOU THINK HE’S GOING TO ROLL, BUT HE NEVER LOSES CONTROL.
GUITAR PLAYERS TAKE NOTE; THE WIZARDRY ON THESE TRACKS WILL INSPIRE THE BRAVE – AND SEND THE FAINT OF HEART RUNNUNG FOR COVER.

BRUCE COCKBURN, 2003

Jeder, der DON ROSS bereits hören konnte, wird diese Sätze bestätigen. Denn DON ROSS steht zweifellos an der Spitze der internationalen Liga. Nur ihm gelang zweimal der Sieg im prestigeträchtigen U.S. National Fingerstyle Guitar Championship, einer Weltmeisterschaft, die jährlich in Winfield, Kansas, stattfindet. DON ROSS verblüfft Kenner wie Laien gleichermaßen mit seiner ganz eigenen expressiven Spieltechnik. Das einmalige Gemisch aus explosiver Musikalität und intimer Nähe erzeugt bei vielen Besuchern seiner Konzerte das Gefühl, sich einem enormen Kraftfeld auszusetzen – und dennoch heimlich DON’s Seele zu belauschen. Trotz seines ausgeprägt originellen Personalstils sind seine Stücke sehr unterschiedlich und nuancenreich, er schöpft aus vielen Quellen und Traditionen. Seine ausgedehnten Tourneen führen ihn seit Jahren zu den renommierten Festivals und in große Hallen. Aber auch für Konzerte in profilierten Clubs ist sich DON nie zu schade.

Piano Boogie Special

vom 30. Juni 2004

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... mit dem Thomas Stelzer Trio



Das Trio ist geprägt von der unverwechselbaren Art, mit der Thomas Stelzer Gesang und Gefühl verbindet. Seine rauchige Bluesröhre verleiht sowohl gecoverten Songs als auch den vielen Titeln, die er selbst geschrieben hat, eine eigene Note.

Seine Vorbilder: Professor Longhair, Fats Domino, Dr. John, Ray Charles und viele andere. Hervorragende Gastmusiker (dr, harp/sax) unterstützen ihn unaufdringlich, aber wirkungsvoll. TSt. und seine Kollegen greifen Musizierweisen auf, wie sie z.B. aus Blueskneipen der 20er Jahre bekannt sind. Die sonst selten zu findenden Wechsel-Besetzung sorgt im Gegensatz zu vielen anderen Boogie- und Bluesprojekten durch unkonventionelle Spielweise auch bei langjährigen Stelzer-Fans für immer neue Musikerlebnisse.

IC Falkenberg

vom 07. Oktober 2004

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Blues Company

vom 21. Oktober 2004


Thomas Stelzer Trio

vom 03. November 2004


Quadro Nuevo

vom 09. November 2004


Bill Haley's Original Comets feat. The Firebirds

vom 15. November 2004

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Friend´n Fellow

vom 23. November 2004

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Die Schublade für Friend ’n Fellow zu finden, die klärt, was man sich unter dieser Formation vorzustellen hat, gibt es nicht. Das Duo in Kurzform zu beschreiben, geht nicht. Vergleiche gibt es nicht wirklich. Schon mal werden „Tuck & Patti“ dazu herangezogen. Das greift aber zu kurz. Ginge Jazz-Duo vielleicht? Aber was sagt das schon und ist es Jazz? Ist es Soul, ist es Blues oder gar Pop? Selbst beschreiben sie ihren Stil als Acoustic Soul. Und auch dies scheint unzulänglich.

 

Wenn man die beiden live beobachtet, Constanze Friend’s Vielseitigkeit, ihren Witz und ihre Spontaneität erlebt, die Tiefe der bewegenden Interpretationen spürt und man dann noch versucht, die unglaubliche Gitarrenarbeit des Herrn Fellow nachzuvollziehen, erlebt man ein ganzes Ensemble einschließlich Clownerie und Orchester.

 

Acoustic Soul also nennen sie es. Soul – ja, Seele steckt in jedem Ton, der gesungen oder gespielt wird. Betörend, smooth, ergreifend ist jedes kleine Geräusch. Und von den kleinen Geräuschen, die den Zuhörer umströmen wie ein warmer Fön, gibt es unendliche zu entdecken. Wenn man will, versuche man auf die vielen kleinen Geräusche, Sounds, Schwingungen, Stimmungen, auf das Klopfen, Streichen, Klappen zu achten. Verzaubert wird man sein. Staunen könnte man wie ein kleines Kind vorm Weihnachtsbaum. Wiederum, man muss das Gehörte aber auch nicht auseinanderdividieren. Genauso gut kann man diese bezaubernde Musik auch einfach auf sich wirken lassen, die Augen schließen, sich die Sinne erwärmen lassen und träumen.

 

Man könnte behaupten, Friend ’n Fellow würden mit ihrer Musik die allgemeingültige Therapie für jede Lebenslage bereithalten. Ist man gestresst, aufgeputscht, findet man in den beruhigenden Harmonien wieder Gelassenheit. Wer sehr traurig ist, lässt sich von der warmen, souligen Stimme Constanzes trösten. Und weiß man gar nicht richtig, ob und wie man sich überhaupt fühlt, bewegen die unendlich schönen, die manchmal tief traurigen, nachdenklichen so wie die fröhlich beschwingten Kompositionen und Texte der beiden, wühlen auf und erwecken aus der Lethargie. Bewegend, einzigartig und sensibel covern sie auch sehr bekannte Titel, im SPIZZ zum Beispiel „Summertime“ (Georg Gershwin) oder „What A Wonderful World“ (Louis Armstrong). Bei letzterem stellten sie einen Gast vor. Michael Hammer und Thomas Fellow leiteten den Song mit einem wunderschönen Gitarrenduett ein, einer Unterhaltung zwischen ihren Akustischen, einem Geben und Nehmen, bei dem auch mal auf eine heftige Gegenrede ein entschuldigendes Bedauern folgte.

 

Souverän beherrscht Constanze Friend ihre variabel, äußerst facettenreiche, ausdrucksstarke Stimme, perfekt zwar – aber ohne kühle Perfektion. Vergleiche zu Joan Armtrading und Cassandra Wilson tun sich unwillkürlich auf. Warm, in der Tiefe manchmal rauchig und bluesig, spannend in den ganz leisen, stillen Passagen, stark in den lauteren weiß sie ihre Zuhörer zu fesseln. Aber sie tut dies auch durch ihre Gesamterscheinung, mit ihrem Humor, mit der Verbindlichkeit, mit der die hübsche Frau auf das Publikum zugeht um die Leute dazu zu verdonnern, mit ihr zu albern und zu singen. Dabei scheint alles an ihr aus Rhythmus zu bestehen. Zwar gibt es keine aufwendigen Bewegungen aber Zappeln mit jeder Faser, Scatten, Schnipsen in jedem Moment. Und wenn Zeit zu überbrücken ist, weil ihr Begleiter mal wieder seine Gitarre neu stimmen muss, nimmt sie ihn auf die Schippe, kess mit frechen Worten und ernsthafter Mimik.

 

Thomas Fellow sieht es ihr freundlich nach, lächelt geduldig und liebevoll. Was sollte er angesichts dieses Charmes auch sonst tun. Und man kann behaupten, er ist in allen Momenten ihr perfekter, rücksichtsvoller Begleiter. Der Professor, der sein Instrument mustergültig beherrscht, ordnet seine Kunst der Performance der Sängerin unter. Zuweilen sitzt der große Mann ein wenig wie das tapfere Schneiderlein auf seinem Barhocker, freut sich wie ein Schelm während er mit Leichtigkeit ganz verblüffende Kunststücke auf seiner Gitarre vollführt. Aber die Hauptrolle würde er nie in Anspruch nehmen. Dabei entstammen die meisten der Kompositionen seiner Feder und erhalten auch gerade durch seine sensible, vielschichtige Begleitung die Tragweite und Atmosphäre. Nicht nur eine Gitarre, eine ganze Band – Gitarre Bass und Perkussion – setzt er technisch brillant in einem um.

 

Man mochte die beiden nicht wieder von der SPIZZ-Bühne lassen, hätte noch Stunden diese meisterhafte Musik genossen und sich über Constanze Friend’s komödiantische Einlagen gefreut. Ohne Zugaben ging der Abend daher auch nicht zu Ende. „Don’t forget it’s christmas time!” Improvisierte Constanze zum Schluss und erinnerte an die große Familie und die vielen Geschenke, die man wieder bräuchte, die Problemlösung bereits in der Hand haltend. Dazu lässt sich doch gerade jetzt zu Weihnachten nur propagieren: Leute Kauft ihre CD’s– Gänsehaut für alle!

 

(Quelle: le-nightflight.de)


Black Coffee - Jammin' da Funk

vom 07. Dezember 2004


Black Coffee - Jammin' da Funk

vom 21. Dezember 2004